Erfahrungen & Bewertungen zu Timo Leukefeld

Auch im Winter, auch im Altbau

04.06.2010 Wer mehr als Energie sparen, sondern schick und komfortabel wohnen möchte, kann sich in die Architektur von Neubauten und die Sanierung von Altbauten nach dem Sonnenhauskonzept einweihen lassen.

Laut Wettervorhersage wird es zum Wochenende schön; die Regierung sieht offenbar ein, es muss etwas geschehen. Das ist gut, sonst gewöhnen wir uns noch daran, dass es draußen nieselt, wenn es nicht gerade hagelt oder kräftig gießt. Obwohl: Für unsere Branche ist das schlecht, denn im Sommer denkt keiner ans Heizen - die Sonne ist sowieso da. Und im Winter ist es zu kalt, um Umbauten am Haus zu erwägen. Was die Branche braucht, ist ein mieser Sommer, wo man die gute Stube im Wollpullover bewohnt und sich daran erinnert, wie schön die Sommer früher waren, als noch die SPD regierte. Oder die CDU, das weiß jetzt keiner so genau.

Falls das mit dem Wetter nach den strengen Eisheiligen weiter zickig bleibt, kann man die Sache auch umdrehen und sich ein schönes Sonnenhaus erträumen. So heißen Häuser, die nicht nur wohnlich, praktisch und selbstverständlich schick sind; obendrein holen sie die Sonne zum Heizen ins Haus, und zwar im großen Stil, mit 50 bis 70 Prozent solarer Deckung. Mit schick meinen wir, so ein Haus sieht nicht aus wie eine Solarheizanlage mit Einliegerwohnung für den Betreiber (auch Nutzer genannt). Wir meinen Häuser, die einen Lebenstraum verwirklichen - und nebenbei den niedrigsten Primärenergieverbrauch aller Zeiten aufweisen und daher mit Heizkosten pro Jahr um die 250 Euro auskommen. Das schafft kein Passivhaus, ganz zu schweigen von seiner Wohnlichkeit und Schönheit.

Das Konzept des Sonnenhauses ist erstaunlich wenig bekannt, es spricht sich erst allmählich herum. Und was so gut wie keiner weiß: Man muss nicht neu bauen, man kann auch seinen Altbau mit einem "großen Wurf" solarisieren. Dass er unter dem Strich vielleicht sogar billiger sein kann, jedenfalls preiswerter ist, als hier mal dieses, dort mal jenes zu sanieren, wissen noch weniger Hausbesitzer und längst nicht alle Architekten, Handwerker und Planer.

Das lässt sich ändern. Das 16. bundesweite Sonnenhaus-Intensivseminar findet bei Freiberg in Sachsen statt, in Brand-Erbisdorf, am Freitag, dem 25. Juni 2010. Es ist eine ganztägige Veranstaltung, die wir bewusst und trotz der fälligen Teilnahmegbühr auch Privatleuten ans Herz legen. Sie erfahren nämlich ungeheuer viel Wissenswertes, wovon mindestens die Hälfte unter das Thema Allgemeinbildung fällt, und sie lernen die Zahlen kennen, die das Sonnenhaus so attraktiv für Energiesparer machen.

Zum Vergleich: Der Primärenergieverbrauch bei alten Häusern im Bestand liegt bei 300 Kilowattstunden pro Quadratmeter, beim Passivhaus deutlich niedriger mit 30 bis 50 kWh/m² und beim Sonnenhaus bei 5 bis 15 kWh/m².

Von dem Seminar nehmen Sie Anregungen mit nachhause, wie Sie Ihrem Architekten Mut machen, dass er schönes Wohnen mit preiswertem Heizen unter einen Hut bekommt. Viele Architekten zieren sich noch, sonst würden wir es hier nicht erwähnen. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, empfehlen wir, dass Sie sich das Programm (als PDF-Dokument) rechtzeitig herunterladen: Seminarprogramm und Anmeldung. Vielleicht sehen wir uns dort wieder.

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