Erfahrungen & Bewertungen zu Timo Leukefeld

Autark leben im geselligen Gemeinnutz

Von Olaf Schubert stammt die Prognose: „Deutschland hat noch Windkraftreserven für vierzig Jahre.“ Recht hat er, aber nun taucht die Windkraft im SPIEGEL auf, sie gerät in Verruf, kaum dass es um die Photovoltaik ruhiger wird. Welchen Nutzen für die Gesellschaft hat, was vorgeblich der Energiewende dient?

Solarthermie. Sonnenenergie - Zum Heizen Wärmstens empfohlen

Von Olaf Schubert stammt die Prognose: „Deutschland hat noch Windkraftreserven für vierzig Jahre.“ Recht hat er, aber nun taucht die Windkraft im SPIEGEL auf, sie gerät in Verruf, kaum dass es um die Photovoltaik ruhiger wird. Welchen Nutzen für die Gesellschaft hat, was vorgeblich der Energiewende dient?

Bekanntlich schätzen unsere Kunden das Bemühen um den goldenen Mittelweg. Suchen wir ihn auch hier. Manchmal führt gar ein Umweg zur schönsten Abkürzung. Zum Beispiel über das Konzept der intelligenten Verschwendung. Sie haben es vielleicht aus den Augen verloren. Dann finden Sie es kurz erklärt im Exposé des Leukefeldvortrags „Intelligent verschwenden“ oder in einem Interview mit ihm, das die Herausgeber von Gesichter der Nachhaltigkeit auf ihrer Website veröffentlichen.

Das Prinzip funktioniert auch beim Wohnen, ressourcenschonend und ohne Verzicht auf Komfort. Schwierig wird es nur bei der Energie, sie ist im großen und ganzen nur einmal verwendbar. Heizwärme ist fort, nachdem sie unsere Wäsche getrocknet hat, und die grenzenlose Versorgung aus erneuerbaren Quellen stößt mitunter frontal auf den Naturschutz. Gibt es einen Ausweg? Wir sehen mindestens einen.


Vorab: Die erneuerbaren sind meist fluktuierende Energien: Sonne und Wind gibt es , oder auch nicht. Das energieautarke Haus kommt mit dieser Unregelmäßigkeit ohne rechnerische Klimmzüge zurecht, da es Wärme und Strom über längere Zeit speichert. Zwei benachbarte Exemplare dieses Hauses von HELMA werden nun bald von Ernst Ulrich von Weizsäcker in Freiberg eingeweiht. Dazu laden wir auch Sie ein.


Wie dieses energetisch optimierte Haus funktioniert, erklärt ein dreiminütiges Video von Helma:
Das EnergieAutarkeHaus. Was auf den ersten Blick wie eine Insel des Robinson Crusoe anmutet, genügt zugleich gesellschaftlichen Ansprüchen. Es ist für den Durchschnittsbürger erschwinglich, und es dient dem Gemeinnutz, indem es durch Vernetzung eine dezentrale Energieversorgung ermöglicht. Bei diesem Haus gehört beispielsweise das Autofahren ins Büro zur Wohnphilosophie. Seine Energie bezieht das Elektroauto aus dem Haus, und unterwegs ist es ein rollender Energiespeicher.

Die Speicherung von Strom ist verzwickter als in der hier gebotenen Kürze erklärbar. Sie zahlt sich nur innerhalb gewisser Grenzen aus. Da kursieren Illusionen, zum Beispiel in den Kommentaren zum genannten Youtube-Beitrag. Dennoch ist eben dieses Thema der Knüller: Eines unserer beiden Häuser in Freiberg bietet seine beiden Speicher (den für Wärme aus Solarthermie und den für Strom aus Photovoltaik) zur Nutzung durch die Allgemeinheit (in Gestalt der regionalen oder örtlichen Energieversorger) an. Spätestens hier wird es spannend. Zwar beziehen die Häuser kein Gas von den Stadtwerken Freiberg und keinen Strom vom regionalen Versorger enviaM. Dennoch zählen beide Unternehmen zu den Projektpartnern eines Experimentes, das von der TU Bergakademie Freiberg wissenschaftlich begleitet wird. Warum ausgerechnet diese Partner?

Weil sie vorausdenken. Sie haben begriffen, dass die Versorgung künftig am besten (und preiswertesten) funktioniert, wenn sie über den Mittelweg läuft: zwischen dem herkömmlichen Modell der Großkonzerne und der Robinsonlösung, wo jeder in seinem Haus für sich wirtschaftet. Am Mittelweg stehen die regionalen und örtlichen Anbieter, das haben sie verstanden, und nun möchten sie wissen: Wie soll dezentrale Produktion und vernetzte Speicherung in Zukunft funktionieren? Theoretisch ist das leicht gesagt: Bei Überschuss lagern sie Energie im Speicher des Hauses ein; im Gegenzug dürfen sie bei Knappheit Energie entnehmen. Aber die praktische Erprobung fehlt. Und die geschieht mit diesen beiden Häusern, säuberlich gemessen und begleitet – die Gelegenheit ist einmalig, Erfahrungen zu sammeln, die nicht einmal Großkonzerne besitzen.

Der Bedeutung dieses Projektes entsprechend, hat sich schon einige politische Prominenz an der Baustelle umgesehen, vom Umweltminister des Bundes Peter Altmaier bis zum sächsischen Ministerpräsident Stanislav Tillich; mehr darüber finden Sie im Bautagebuch. An gleicher Stelle sorgen wir dafür, dass die Öffentlichkeit die Messergebnisse verfolgen kann. Die Universität hat sich in beiden Häusern vielfach verkabelt. Einige Fachleute rechnen ja in vorsorglicher Schadenfreude damit, dass der Nachweis der Energieautarkie nicht gelingen werde. Es stehen ja zwei Häuser da. In dem einen weisen wir die Energieautarkie nach, im anderen erproben wir die Zusammenarbeit mit den Stadtwerken und enviaM zur dezentralen Herstellung und Nutzung von Energie. Später werden die beiden Häuser ihre Energiebilanzen auch untereinander ausgleichen; die Kabel dafür sind vorsorglich gelegt. Kurzum: Energieautarkie ist hier der Einstieg in eine sozial nutzbare Problemlösung.


Wie Sie in zahlreichen Fotos im Bautagebuch sehen, war das ZDF schon da. In einer halbstündigen Sendung Die Wärmemacher am 8. September um 14:45 (zuvor bei arte am 3. 9. um 21:25) stellt das ZDF den inzwischen zum Energiebotschafter [6] ernannten Timo Leukefeld und einen weiteren Protagonisten vor. Ihre Strategien zur Energiewende widersprechen einander, das wird also spannend. Teil der Sendung ist ein Interview mit Peter Altmaier, wo ihn Leukefeld fragt, ob er denn die Wärmeenergie vergessen habe? Achten Sie auf seine Antwort.

Beitrag online bei youtube


Richten Sie sich auf den 11. Oktober zur Ortsbesichtigung ein. Herr von Weizsäcker hält zuvor einen Festvortrag um 12:30 Uhr in der TU Bergakadmie Freiberg. Angela Elis moderiert diese Veranstaltung mit ihm und dem sächsischen Umweltminister Frank Kupfer. Falls Sie anschließend dabei sein möchten: Bitte melden Sie sich an bei Christine Benedix. Mit Namensschild kommen Sie näher an Ihr Ziel:
Einweihung der zwei energieautarken Häuser in Freiberg,
Franz-Mehring-Platz 10 und 12,
am Freitag, 11. Oktober, um 15 Uhr.

+ + + Einladung + + + Programm (vorläufig) + + + Ihre Antwort + + +

(ob)


° Für die Rechtschreibung von „Das EnergieAutarkeHaus“ zeichnen wir nicht verantwortlich.

 

[1] „Intelligent verschwenden“

[2] Gesichter der Nachhaltigkeit

[3] Ernst Ulrich von Weizsäcker

[4] Das EnergieAutarkeHaus

[5] Bautagebuch

[6] Energiebotschafter


Vorgemerkung für Leute vom Fach, die sich wegen begrenzten Angebots beizeiten anmelden sollten:
Regelung von Solarthermie-Anlagen „messen - steuern - regeln - visualisieren"
am 4. Dezember 2013 in Frankfurt am Main, ein OTTI-Anwenderform, dessen fachliche Leitung Timo Leukefeld übernommen hat.

ausführliche Informationen

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