Umweltfragen taugen nicht für Events

28.01.2010 Umweltschutz, Klimawandel, Rohstoffverknappung sind für uns keine Glaubensfragen. Wir beteiligen uns daher nur an Veranstaltungen von mitdenkenden Bürgern, nicht an Events von Gläubigen.

Der Computerpionier Jaron Lanier (so nennt ihn der SPIEGEL) sagt über das Meuteverhalten im Internet: "Wann immer sich Menschen mit einem starken gemeinsamen Glaubenssystem zusammenschließen, tritt meistens das Schlechteste zutage." Das Zitat kommt uns in eigener Sache gerade recht, um unseren Lesern zu versichern: Umweltschutz ist unser Geschäft, weil wir ihn für richtig halten. Eine Glaubensfrage machen wir daraus nicht. Mit Klimawandel, egal wer ihn verursacht hat, müssen wir rechnen. Auch die Verknappung wichtiger Rohstoffe ist eine Tatsache, ein umkehrbare Tatsache. Uns liegt der Ansatz von Michael Braungart, wir halten ihn für die sachlich brauchbarste Zielvorgabe.

Wenn dieser Ansatz umweltschützenden Eiferern nicht in den Kram passt, nehmen wir eine gewisse Unbeliebtheit aus dieser Ecke in Kauf. Schließlich muss auch ein Eiferer, wenn er wirklich Energie sparen will, einiges in eine Sonnenheizung investieren. Nach unserer Erfahrung schätzen unsere Kunden, dass wir ihre solarthermische Anlage mit kühlem Blick planen, und nicht in hingebungsvoller Blauäugigkeit zurechtfummeln.

Da wir immer wieder zu Aktionen aufgefordert werden: Wir beteiligen uns nicht an Veranstaltungen nach dem Muster von Al Gores Eine unbequeme Wahrheit und ähnlichem Aktionismus, der mit viel Effekthascherei seine eigene Unseriosität zur Schau stellt. Wir beteiligen uns aber an Veranstaltungen, wo mit den Problem und möglichen Lösungen im gebührenden Anstand umgegangen wird. So etwas darf und soll auch gerne unterhaltsam sein, aber den Unterschied zwischen Event und Veranstaltung kennen wir, auch den Unterschied zwischen Spaß und Freude, und daran wird sich so bald nichts ändern. Das musste mal gesagt werden.

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