Warmwasser: üppig, pfiffig, billig

15.02.2011 Die Warmwasserversorgung für Mietwohnungen, Altenheime oder Sportstätten kostet mehr als nötig. Eine intelligente Bewertung der Tatsachen genügt, um zu reizvollen Sanierungslösungen zu gelangen. Selten fußen vergangene Investitionen auf Messungen des tatsächlichen Verbrauchs.

Die Warmwasserversorgung für Mietwohnungen, Altenheime oder Sportstätten kostet mehr als nötig. Eine intelligente Bewertung der Tatsachen genügt, um zu reizvollen Sanierungslösungen zu gelangen. Selten fußen vergangene Investitionen auf Messungen des tatsächlichen Verbrauchs.

Was fällt einem zu Einsparung ein, welches Wort drängt sich auf? Kosten, darauf kann man Wetten gewinnen; und wenn es im Zusammenhang mit dem Warmwasser fällt, denkt man als Verbraucher an Einschränkung: weniger Badewasser, nicht so heiß duschen und beim Zähneputzen den Hahn zudrehen.

Oder man betreibt eine Immobilie, in der man sich auf die Vermutung einrichtet, alle könnten zur gleichen Zeit den Hahn aufdrehen. Die Folge: falsch dimensionierte Anlagen, denn die Praxis stimmt nie mit der Vermutung überein. Tatsächlich ist weder Einschränkung noch Auslegung für Spitzenlasten gefordet. Was der Betreiber gerne hätte, ist die Gewissheit, wie er bei der Warmwasserfrage viel, sogar sehr viel Kosten einspart; und wie er diese Gewissheit erlangt, ohne auf widersprüchliche Expertenmeinungen hören zu müssen. Selbstverständlich muss bei jeder Veränderung die hygienische Sicherheit außer Zweifel stehen.

Die für diesen Zweck entwickelte neue Dienstleistung sieht so aus: Der Kunde erhält eine knapp kalkulierte, aber gründliche Untersuchung. Sie besteht erstens aus Messungen des tatsächlichen Verbrauchsprofils einschließlich der Verluste durch Zirkulation; dafür genügen in der Regel zwei Wochen. Zweitens liefern wir ein Konzept, das alle in Frage kommenden Alternativlösungen aufzeigt. Sie beschränken sich keineswegs auf Solarthermie! Das ganze ist billig und preiswert ist es auch, denn es ersetzt Mutmaßung durch Messung, liefert also die Grundlage für eine rentable Investition. Die Dienstleistung ist sogar kostenlos, wenn der Bauherr uns mit der Ausführung seiner Entscheidung beauftragt – dann verrechnen wir die Kosten als Vorleistung.

Wie kommt der Kunde zu diesem Segen?

Früher, als Energiekosten kein Problem waren, wurde die Bereitung des Warmwassers mit großen Boilern ausgelegt, anstatt mit Frischwasserstationen, die nur so viel Wasser im Durchlaufprinzip erwärmen, wie gerade gezapft wird. Um eine Frischwasserstation passend auszulegen, brauchte man entweder Messungen oder man verwendete die Norm. Gemessen wurde aber nie, also gebar die Norm gwaltige Anlagen. Die Boiler in manchen Objekten mit mehreren tausend Litern Inhalt vervielfältigen das hygienische Problem aller Boiler (Haftung des Betreibers bei Hygieneschäden, zum Beispiel Legionellentod). Sie müssen fortwährend thermisch desinfiziert werden: das Badewasser in Boilern und in den Leitungen muss auf hoher Temperatur (65°C) gehalten werden. Zum Duschen genügen aber 49°C und das nur während der Hahn offen ist; die Differenz rund um die Uhr aufrecht erhalten – sie kostet.

Unsere Meßergebnisse erstaunen: Die Zapfspitzen der gemessenen Wirklichkeit liegen erstens weit unter der Normberechnung und zweitens beträgt der Energieverbrauch für den Ausgleich der Zirkulationsverluste bis zu dreimal mehr als der für das eigentliche Zapfen (durch Zirkulation wird sämtliches in den Leitungen erkaltende Wasser durch warmes ersetzt). Man sieht, diese Art der Auslegung schafft das Problem der Legionellen überhaupt erst, bevor sie es auf die denkbar aufwendigste Weise löst.

Nun sind die Gesamtmenge und die tatsächlichen Spitzenlasten bekannt. Durch eine intelligent gesteuerte Verknüpfung von Frischwasserstation und Pufferspeicher können wir die benötigte Menge des Warmwassers um bis zu 90 Prozent verringern; das ergibt eine Einsparung des Öl- oder Gasverbrauchs von bis zu 30 Prozent im Jahr! Zusatznutzen für Verbraucher und Betreiber: bessere Qualität des Wassers und minimiertes Haftungsrisiko.

Häufig empfiehlt sich die Kombination aus kleinen, dosierten Investitionsschritten. Zu den Kunden zählen von Wohnbaugesellschaften über Betreiber von Büro- und Industrieanlagen bis zu Verwaltern von Freizeiteinrichtungen - kurzum alle, die mit deutlichen Spitzen und Tälern im Wärmebedarf fertigwerden müssen.

Kommentare

Frank Eidner
22. Februar 2011

Ich weiß nicht ob es nur mir so geht, aber ich kann die Aussage von Herrn Köhler nicht erkennen. Was will er uns mit seinem Kommentar sagen?
Grüße F. Eidner

Jürgen Köhler
15. Februar 2011

Wenn ich ein Vermieter wäre, kann man damit Probleme bekommen. Ich würde jedem in der Wohnung eine eigene WW Bereitstellung installieren auf der Basis Gas/Elektro. Da wir ein Eigenheim besitzen mit einem Holzvergaser und Pufferspeicher wird der WW Puffer mit gespeist bis auf ~ 80°. Mit einem ESBE Regler auf 54° runter und dazu noch eine eigene Umwälzleitung. Da Wärme nach oben steigt brauche ich die Umwälzpumpe nicht ein zu schalten. Innerhalb von wenigen Secunden ist bis oben 10 m sofort Warm Wasser da. Im Sommer werfe ich alle paar Tage den Propangaskessel an der den WW Puffer wieder hoch fährt. Eine FriWaStation dafür zu invenstieren war mir zu teuer (einschl. Eigenbau). Dann hätte ich auch noch das Problem der fehlenden Umwälzung. Bis das WW in 10 m hoch ist wieviel Wasser läuft kalt weg..... Mit freundlichem Gruß Jürgen Köhler

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