Kultur -

Rolf Trexler mit dem Geiger Joschi Papriko
Rolf Trexler, der Großvater von Timo Leukefeld, mit der Figur Geiger Joschi Papriko

kommt von dem lateinischen Begriff "colere": pflegen, urbar machen. der zentrale Aspekt des Begriffs  verweist auf das "vom Menschen Gemachte", das "gestaltend Hervorgebrachte".

 

„Figurentheater ist eine Illusion, bei der man weiß, dass es eine ist, und es zugleich vergisst.“
Rolf Trexler 1907 – 1985, Maler, Grafiker, Meister des Puppenspiels

 

Rolf Trexler war mein Großvater – und ein Meister des Puppenspiels. Darüber hinaus war er Maler und Grafiker. Er spielte Geige. Er schätzte die deutsche Sprache und jene, die sie beherrschten: wie Kurt Tucholsky und Karl Valentin. Kraft schöpfte er aus seiner Freundschaft mit Gerd Fröbe und Max Jakob von den Hohnsteinern und Sergej Obraszow vom Moskauer Puppentheater. Wer seine Kabarettbühne erlebte, wurde ein lebenslanger Freund, wie etwa Pablo Picasso, der im Gästebuch eine respektvolle Widmung hinterließ.

Die Verbindung von Wirtschaft und Kunst, wie er sie sah und lebte, ist der wesentliche Grund für meine Trexlerforschung. Mit seinen Puppen warb er für Produkte. Mit der Perfektion seiner Arbeit gab er einer jeden ihren Charakter und ganz eigenen Charme. Das macht Handwerk zur Kunst. Ein Geist, dem ich mich verbunden fühle und mich zu meinem Studium des Puppenspiels bei Karla Wintermann am Institut für Kunst- und Musikwissenschaft der TU Dresden inspirierte.